Spätestens seit dem Smash Hit der englischen Trip Hop Band Smoke City von 1997 ist sie geradezu legendär: die „ Underwater Love “. Zwischenmenschliche Tuchfühlung in den Tiefen der Meere? Lässt die sich überhaupt genussvoll umsetzen, wenn es über einen flüchtigen Kuss im Neoprenanzug hinausgehen soll? Natürlich kommen einem auch gleich Fantasien von den sagenumwobenen Nixen in den Sinn, die auf Geheiß des Meeresgottes Neptun in halben Fischkörpern ihr Unwesen treiben und wollüstige Männer zu lebensgefährlichen Tauchgängen in einer labyrinthischen Unterwasserwelt hinreißen sollen.

Doch Mythos hin, Mythos her – die amerikanische Spannford University hat nun tatsächlich ein ganzes Forschungsprogramm über das Liebesleben des Menschen unter Wasser und seine so genannte „submarine Erotik“ aus der Taufe gehoben. Das Team von Prof. Lille Havfrue wertet derzeit ganze Waschkörbe voller Erfahrungsberichte über Liebesakte im Wasser aus, getrennt nach der Intensität und der Meerestiefe der sexuellen Erlebnisse. Vom Liebesspiel im Flachwasser, bei dem die Oberkörper halb aus dem Wasser ragen und noch die reguläre Atmung möglich ist, bis hin zum Geduldspiel in 8 Metern Tiefe mit mehreren Anläufen ist dort alles dabei.

Gleichzeitig startete man Experimente mit männlichen und weiblichen Probanden, da vor allem das verminderte Erektionsvermögen im kalten Meereswasser als Hauptschwachstelle bei Männern gilt, während bei Frauen das Wegspülen und Nachlassen der Gleitflüssigkeit im Salzwasser problematisch ist. In den wärmeren Gefilden des tropischen Pazifiks gab man den Männern dabei zur Animation die barbusigen Ladys eines Escort Services mit ins Wasser und wertete ihre Standhaftigkeit statistisch aus. Die Frauen stimulierten sich dagegen wahlweise mit Pornofilmen über Cyberbrillen und / oder mit Toys, damit sich auch deren submarines Lustempfinden genauestens dokumentieren ließ.

Ob es dabei auch zu folgenreichen Begegnungen zwischen den beiden Testgruppen kam, ist jedoch nicht bekannt. Ein Familienabenteuer unter Wasser wird das Ganze jedenfalls nicht gerade gewesen sein. Fans des Unterwassersex schwören aber zumindest auf die anturnende Wirkung der Schwerelosigkeit im Wasser, raten allerdings – wegen der eingeschränkten Atmung – von oralen Praktiken oder gar BDSM Spielen grundsätzlich ab. Wer also französische Verwöhnorgien oder gar Goldfischsex bevorzugt, der sei hier paradoxer Weise eindringlich gewarnt: Ertrinkungsgefahr!!